Probleme mit der Konzentration

 

 

 

Mein Kind kann sich nicht konzentrieren. Wenn ich nicht daneben sitze, dauern die Hausaufgaben endlos oder sind voller Leitsinnsfehler. Was soll ich nur tun? “

Mit dieser Frage werden Beratungslehrer und Schulpsychologen immer wieder konfrontiert. Konzentrationsprobleme sind das Thema Nr.1 bei der Schulberatung.

 

Was verhindert die Konzentration?

 

Gestört wird die Konzentrationsfähigkeit z.B., wenn man müde oder hungrig ist, ständig das Telefon klingelt oder man nicht weiß, wo man zuerst anfangen soll. Sie wird auch beeinträchtigt, wenn man keine Lösung für die gestellten Aufgaben findet, man Angst hat, die geforderte Leistung nicht bringen zu können oder einem Probleme mit Freunden, Mitschülern oder Familie nicht mehr aus dem Kopf gehen.

 

Was kann man dagegen tun?

 

    Grundbedürfnisse befriedigen: Nicht ohne Frühstück in die Schule hetzen, sich mittags Zeit zum Essen nehmen, auf gesunde, abwechslungsreiche Ernährung achten.

    Für genügend Schlaf sorgen: Experimente von Schlafforschern belegen: Wer mehr schläft, leistet insgesamt mehr. So brauchen 12-14-Jährige etwa 9 Stunden Schlaf.

    Leistungskurve beachten: Nach sechs Stunden Unterricht müssen sich die meisten Kinder erst einmal erholen. Für anschließendes konzentriertes Arbeiten ist Bewegung in frischer Luft die beste Voraussetzung. Fitnessübungen verbessern Konzentration, Lernen und Computerspiele bewirken das Gegenteil.

    Ablenkungen vermeiden: Jedes Kind muss für sich herausfinden, welche Zeit für das Erledigen der Hausaufgaben die beste ist. Telefonanrufe und spontane Besuche von Freunden sollten während dieser Zeit unterbleiben.

    Arbeitspensum sinnvoll einteilen: Wichtig ist es, dass ein Kind sich daran gewöhnt, mit der Uhr zu arbeiten. Es sollte kontrollieren, wie viel Zeit es für die jeweilige Aufgaben benötigt. Auf Konzentrationsphasen müssen Entspannungsphasen folgen. Nach 20-30 Minuten angebracht.

    Positive Einstellung zum Lernen aufbauen: Ermahnungen nützen meist wenig. Eltern sollten stattdessen positive Anreize setzen: Wenn Du mit den Aufgaben rechtzeitig fertig wirst, unternehmen wir gemeinsam etwas am Wochenende.

    Klären, ob Angst die Konzentrationsfähigkeit stört: Hat der Sohn oder die Tochter Angst, Erwartungen der Eltern nicht entsprechen zu können? Gibt es Probleme mit Freunden, Mitschülern oder Lehrern? Ist die familiäre Situation eine Belastung?

    Konzentration trainieren: Es gibt gezielte Übungen, die nur wenige Minuten dauern. Anregungen dafür bieten bewährte Lerntrainer wie z.B. das Buch „So macht lernen Spaß“. Weitere Literatur findet man in Buchhandlugen oder erhält man vom Schulpsychologen bzw. Beratungslehrer.